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Urkundennachlass des SS-Untersturmführers Mahn vom Regiment Germania

vorgestellt wird der Urkundennachlass des SS-Untersturmführer Mahn vom Regiment Germania, das bei Aufstellung zur Division Wiking gehörte.

Ein paar allgemeine Informationen dazu:

Die SS-Verfügungsdivision (V-Division) wurde am 10. Oktober 1938 aus der Zusammenlegung der SS-Verfügungstruppe mit Teilen der SS-Totenkopfverbänden gebildet. Die V-Division bestand aus motorisierten Infanterie-Regimentern. Erster Kommandant war der damalige SS-Gruppenführer Paul Hausser.

Geschichte

Sehr zum Missfallen Haussers und anderer Offiziere der V-Division wurde diese SS-Einheit während des »Polenfeldzuges« im September 1939 nicht als in sich geschlossener Verband eingesetzt. Vielmehr war sie auf mehrere Wehrmachtsteile aufgeteilt. Paul Hausser gehörte mit dem Regiment »Deutschland«, der Nachrichten- und der Aufklärungsabteilung dem Stab der Panzerdivision »Kempf« an. Das Regiment »Germania« war als Reserveeinheit der 14. Armee des Generalmajors List eingesetzt. Der Pioniersturmbann diente mit der Leibstandarte der 10. Armee des Generals von Reichenau. Dagegen war das Regiment »Der Führer« gar nicht aktiv am Feldzug eingesetzt. Es wurde lediglich als Reserve in Alarmbereitschaft gehalten.

Ab Mai 1940 war die Division im »Westfeldzug« (Niederlande, Belgien und Frankreich) eingesetzt. Dort kämpfte sie nun gemeinsam mit den Einheiten der Leibstandarte und den Totenkopfverbänden.

Die V-Division wies Dezember 1940 folgende Gefechtsordnung auf:

* 1. SS-Standarte »Deutschland«/VT unter dem damaligen SS-Standartenführer Felix Steiner mit Sitz in München

* 2. SS-Standarte »Germania«/VT unter dem damaligen SS-Standartenführer Carl-Maria Demelhuber mit Sitz in Hamburg

* 3. SS-Standarte »Der Führer«/VT unter dem damaligen SS-Oberführer Georg Keppler mit Sitz in Wien

* SS-Infanterie-Regiment 11 unter dem damaligen SS-Obersturmbannführer Karl Diebitsch mit Sitz in Radom (entstanden aus der 11. SS-Totenkopfstandarte)

* SS-Nachrichtensturmbann unter dem damaligen SS-Sturmbannführer Georg Weiß mit Sitz in Berlin-Sdlershof, später Unna/Westfalen

* SS-Artillerieregiment unter dem damaligen SS-Obersturmbannführer Peter Hansen mit Sitz in Munsterlager

* SS-Aufklärungsabteilung unter dem damaligen SS-Obersturmbannführer Dr. Günter Brandt

* SS-Pioniersturmbann unter dem damaligen SS-Sturmbannführer Karl Blumberg mit Sitz in Dresden


Am 25. Februar 1941 wurde die V-Division in 2. SS-Division »Das Reich« umbenannt, die 1943 den Namen 2. SS-Panzerdivision »Das Reich« annahm.


Leider ist der Nachlass nich ganz vollständig, einige Urkunden fehlen.