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U-Bootfrontspange in Silber

Bereits Ende 1944 gab es U-Bootbesatzungen, die mehr als die für die U-Bootfrontspange in Bronze geforderten 15 Feindfahrten zurückgelegt hatten.

So folgte der im Mai gestifteten Stufe am 24.November 1944 die U-Bootfrontspange in Silber für 25 Feindfahrten nach.

Sie sollte höchstbewährte Besatzungsmitglieder von U-booten "in Anerkennung ihres ständigen harten Einsatzes und ihres tapferen, zähen und vorbildlichen Kämpfens" auszeichnen.

Nur sehr spärlich verliehen, kam die zweite Stufe meist für bereits in der Vergangenheit zurückgelegte Feindfahrten zur Ausgabe.

Eine U-Boot-Frontspange in Gold für 40 Feindfahrten war zwar vorgesehen und wurde auch hergestellt, ist aber durch den fast völligen Zusammenbruch der U-Boot-Waffe im Jahr 1945 nicht mehr gestiftet worden.

Bis Kriegsende waren die deutschen U-Boote fast nur noch in der Defensive. Es gelangen nur noch Einzelerfolge, die gleichzeitig mit hohen eigenen Verlusten zu bezahlen waren.

Die Niederlage der deutschen U-Boote war bereits seit Mai 1943 manifestiert, als technische Neuerungen ausblieben und die alliierte U-Boot-Jagd mit Radar und Flugzeugortung stetig perfektioniert worden war.

Nach intensiverer Nachforschung, haben neuere Erkenntnisse andere Verleihungskriterien hervorgebracht. So wurde es damals so gehandhabt, daß das U-Kriegsabzeichen nach 60 Seetagen, die U-Frontspange in bronze nach 90 und die U-Frontspange in silber nach 120 Seetagen vergeben wurde, da es zu diesem Zeitpunkt des Krieges aufgrund der Verluste kaum eine Möglichkeit gab, auf eine grössere Anzahl von Feindfahrten zu kommen.