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Das Schnellboot-Kriegsabzeichen 2. Form

Der Oberbefehlshaber der Kriegsmarine, Großadmiral Erich Raeder (1876-1960) begründete die Einführung des Schnellboot-Kriegsabzeichens mit den Worten: “Mit seemännischer Kühnheit und rücksichtslosem Einsatzwillen haben unsere Schnellboote viele erfolgreiche Vorstöße gegen den Feind unternommen und manches britische Kriegs- und Handelsschiff auf den Meeresgrund geschickt. In Anerkennung dieser Taten der Schnellbootbesatzungen” erging am 30.Mai 1941 die Stiftung des Schnellboot-Kriegsabzeichens. Die Verleihungsvoraussetzungen waren stets Würdigkeit, gute Führung und außerdem die Bewährung auf mindestens 12 Feindfahrten. Von dieser Bedingung konnte abgewichen werden, wenn “einzelne Feindfahrten besonders erfolgreich waren oder der einzelne Soldat sich hierbei besonders ausgezeichnet hat oder gefallen ist.” Die Abbildung zeigt die 2.Form des Schnellboot-Kriegsabzeichens in der seit 1957 wieder genehmigten Nachkriegsfassung. Sie hatte seit 1943 die allgemein als wenig gelungene 1.Form des Schnellboot-Kriegsabzeichens ersetzt, bei der das Schnellboot zu klein und im Kranz eingezwängt dargestellt war. Im Zweiten Weltkrieg kamen auch etwa 10 Schnellboot-Kriegsabzeichen mit Brillanten zur Ausgabe.

Stiftung: 30.Mai 1941
Verleihungen: 1.900