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Das Minensucher-Kriegsabzeichen

Im Stiftungserlaß zum Minensucherkriegsabzeichen führte der Oberbefehlshaber der Kriegsmarine, Großadmiral Erich Raeder (1876-1960) aus: “Der harte und gefahrvolle Dienst der Minensuch-, U-Boot-Jagd und Sicherungsverbände, die mit ihren kleinen Fahrzeugen im Kampf gegen u-Boot, Minen- und Fliegergefahr dauernd den Unbilden der Witterung ausgesetzt sind, verlangt von jedem Mann an Bord vollen Einsatz und hohe Nervenanspannung. Der Dienst ist besonders entsagungsvoll und zermürbend, da der Verwendungszweck es dem einzelnen in den meisten Fällen nicht ermöglicht, sich im unmittelbaren Kampf gegen den Feind persönlich vor seinen Kameraden auszuzeichnen. In Anerkennung der verantwortungsvollen und erfolgreichen Tätigkeit” dieser Streitkräfte ist dann am 31.August 1940 das Minensucherkriegsabzeichen gestiftet worden. Das Abzeichen wurde an Besatzungen aller Minensuch-, U-Boot-Jagd und Sicherungsverbände verliehen, die folgende Bedingungen erfüllt hatten: Würdigkeit, gute Führung, keine Arreststrafe in den letzten 6 Monaten, Teilnahme an 3 Gefechten, oder besondere Auszeichnung bei Fahrten im Operationsgebiet oder sonstige hervorragende Einzeltat oder Teilnahme an einer hervorragenden Unternehmung nach Entscheidung des Flottenchefs. Die ersten Verleihungen des Abzeichens erfolgten am 28.November 1940.

Minensucher Kriegsabzeichen Hersteller WH
- Größe, 44,56 x 54,89 mm..
- Gewicht, 27,4 g..
- Material, Zink, die Nadel ist aus Eisen, der Hacken und Bock sind aus Buntmetall.
- Hersteller, WH, Walter & Henlein / Gablonz.

Stiftung: 31.August 1940
Verleihungen: 4.300