Listinus Toplisten

Flottenkriegsabzeichen

Am 30.April 1941 wurde vom Oberbefehlshaber der Kriegsmarine für die Besatzungen der eingesetzten Schlachtschiffe und Kreuzer das Flottenkriegsabzeichen gestiftet. Er begründete die Stiftung wie folgt: “Im Kampf gegen England haben die Schlachtschiffe und Kreuzer auf weitreichenden, wagemutigen Unternehmungen dem Gegner empfindliche Verluste an Schiffsraum zugefügt und damit den Blockadering um England immer enger gezogen.” Das neue Abzeichen konnte bei Würdigkeit und guter Führung, Bewährung auf einer oder mehreren Kriegsfahrten von zusammen mindesten 12 Wochen, Beteiligung an einer besonders erfolgreichen Unternehmung, Verlust des eigenen Schiffes durch Feindeinwirkung und bei erlittenen Verwundungen zur Verleihung kommen. Lange Zeit mysteriös war die Verleihung des wohl einzigen Flottenkriegsabzeichens mit Brillanten. Wie in anderen Fällen, hätte es nach der Verleihung des Eichenlaubs zum Ritterkreuz verliehen werden müssen. Dafür kam nur ein Admiral in Frage, der dieses Abzeichen aber nie erhalten hatte. Andererseits befand sich in einer britischen Nachkriegssammlung ein zweifelsfrei echtes Original. Erst 1992 tauchte bei einer Hamburger Versteigerung des Nachlasses von Admiral Otto Schniewind (1887-1964), der “nur” das Ritterkreuz besessen hatte, ein Exemplar dieses Abzeichens auf, welches schließlich für mehr als 40000DM versteigert wurde.

Stiftung: 30.April 1941
Verleihungen: 2.400