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Abzeichen für Militär Flugzeugführer 1913 – 1921 - Hersteller Meybauer

von Uwe Bargmann

Das Abzeichen für Militär-Flugzeugführer wurde am 27.1.1913 gestiftet durch Erlass Kaiser Wilhelms II.
Vergeben wurde es an Offiziere, Unteroffiziere und Mannschaften.

Sie bekamen es nach der Ausbildung bei einer Militär-Fliegerstation und nach bestandener Prüfung zum Militär-Flugzeugführer. Es wurden ca. 17.000 Offiziere und Mannschaften als Flieger ausgebildet. Die Fliegertruppe wurde am 8.5.1920 aufgelöst, Anträge für eine Verleihung wurden nur bis zum 31.1.1921 entgegengenommen.

Das Abzeichen ist ein Hochoval, es zeigt im Zentrum eine Hügellandschaft mit Gebäuden und in der Mitte ein Flugzeug „Die Rumpler - Taube“. Es war vor 1914 eines der bekanntesten Schulflugzeuge der deutschen Fliegertruppen.

Es sind Stücke aus echtem Silber, Buntmetall versilbert und aus Eisen versilbert bekannt, auch hat es gestickte Ausführungen gegeben. Sie kommen hohl verbödet oder als Hohlprägung vor. Sie wurden von diversen Herstellern gefertigt und sie wurden für ehemalige Flieger des 1.WK noch bis 1945 hergestellt.

Halbminiaturen in 30 mm waren nicht offiziell.

- Das hier gezeigte Stück ist aus unedlem Material, hohl verbödet und aus zwei Hälften gefertigt.
- Gewicht: 29,1 g.
- Masse: 45,68 x 72,63 mm.
- Es hat kein Herstellerzeichen es ist aber ein typisches Stück der Firma Meybauer.
- Der Nadelhacken wurde in der Zeit repariert.

Allgemeines:

Im Juni 1884 begann in Berlin die Geschichte der Königlich-Preußischen Luftstreitkräfte

Mit dem Ende der Monarchie im November 1918 und dem Beginn der Republik war ihre Ära vorbei. Den Ballonabteilungen der 1890er Jahre folgte die Einführung von Luftschiffen, sowie die Aufstellung von Fliegerabteilungen, Aufklärungs-, Bomben- und Jagdstaffeln, Flakbatterien und einer umfangreichen Boden- und Heimatorganisation. Aus den 28 Männern des Jahres 1884 mit einem Gasballon, waren 1918 über 70.000 Mann geworden. Die Zentren der Flugzeugindustrie und der Fliegerei waren fest in preußischer Hand im Großraum Berlin konzentriert.1910 wurde in Döberitz bei Berlin der erste Militärflugplatz gegründet, weitere Standorte folgten.

Bei Kriegsausbruch hatte die Fliegertruppe gerade mal 252 Flugzeuge.

Es wurden im 1. WK 47.600 Flugzeuge hergestellt und geliefert wovon am Ende des Kriegs noch 5000 frontfähige Flugzeuge erhalten geblieben sind. Die Zahlen zeigen deutlich das, das Material noch nicht sonderlich ausgereift gewesen ist, denn 17.000 Flugzeugführer und 47.600 Flugzeuge sprechen eine deutliche Sprache. Die Fliegertruppe wurde dann am 8.5.1920 aufgelöst.