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Orden

Von den 6 Orden der DDR wurden 4 vom Vorsitzenden des Staatsrates oder in seinem Namen verliehen. Den Scharnhorst-Orden verlieh der Vorsitzende des nationalen Verteidigungsrates und den Kampforden für "Verdienste um Volk und Vaterland" der Minister für nationale Verteidigung. bis auf den Scharnhorst-Orden, mit dem nur Einzelpersonen geehrt werden, konnten die Orden auch an Kollektive verliehen werden, der Vaterländische Verdienstorden auch an Städte und Gemeinden. Mit einem Orden ausgezeichnete Kollektive bildeten dessen Abzeichen auf ihren Hauseingängen, Briefbogen oder Druckerzeugnissen ab. Die oberste Klasse des Sterns der Völkerfreundschaft wurde am Schulterband getragen, die beiden anderen Klassen dieses Ordens waren Bruststerne, allen anderen Orden wurden auf der linken oberen Brustseite angelegt.

Der Vaterländische Verdienstorden

wurde in den Stufen Bronze, Silber, Gold und Ehrenspange zu Gold verliehen "für besondere Verdienste
a) im Kampf der deutschen und internationalen Arbeiterbewegung und im Kampf gegen den Faschismus,
b) beim Aufbau, bei der Festigung und Stärkung sowie beim Schutz der Deutschen Demokratischen Republik,
c) im Kampf um die Sicherung des Friedens sowie bei der Erhöhung des internationalen Wirkens der Deutschen Demokratischen Republik".
Der Orden konnte nur einmal in der gleichen Stufe verliehen werden. Prämien bei Verleihung an Einzelpersonen (in Mark): für Bronze 2.500, Silber 5.000, Gold 10.000. Prämien bei Verleihung an Kollektive (bis zu 10 Mitgliedern): Bronze 500, Silber 1.000, Gold 2.000. Ordensträger, die die Auszeichnung bis zum Jahre 1973 erhalten hatten, bezogen statt der Prämie ein jährliches Ehrengeld: für Bronze 250, Silber 500, Gold 1.000 Mark. Träger der Ehrenspange in Gold erhielten keine Geldzuwendungen.