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Polizei Tschako des Landes Niedersachsen

von Uwe Bargmann

Mit Einführung der dunkelblauen Uniform 1947/48 wurde auch der schwarze Tschako wieder überall eingeführt. Vorher wurden vorhandene Bestände aus der Zeit des 3. Reiches (ohne Hakenkreuz) und davor getragen. Erst wurden in Niedersachen noch unterschiedliche Embleme getragen und die Nationale wurde auch erst 1950 wieder eingeführt da noch in der Farbe des Landes oder Stadt, Hannover hatte zum Beispiel eine gelbe. Ab 1952 mit Einführung der graublauen Uniformen wurden auch einheitlich die Nationale schwarz – rot – gold getragen.   

So wie der Tschako hier zu sehen ist, wurde er mit der Nationale ab 1952 bis ca. 1962 getragen und er verschwand dann 1968 endgültig aus den Bekleidungsvorschriften.

Mit einem Erlaß aus dem Jahre 1969 behält sich der Innenminister vor, das bei besonderen Anlässen der Tschako getragen werden kann und das bis heute. Deshalb wurde 1976 bestimmt das 400 Tschakos eingelagert werden der Rest wurde dann verkauft.

Durch die zahlreichen Änderungen die es nach dem 8. Mai 1945 gegeben hat, wurden die Tschakos also in sehr unterschiedlichen Varianten getragen. Es war sicher häufig nicht einfach, den doch schnell wechselnden Anordnungen folge zu leisten.

Der hier gezeigte Tschako ist aus Vulkanfieber, welches schwarz lackiert wurde, mit seitlich je zwei Sieblüftungslöchern, wovon eines verschlossen werden kann. Der Vorderschirm und auch der Hinterschirm wurden grün lackiert und sie zeigen ein Rautenmuster. Der Stern mit dem Aufgeklammerten Emblem ist aus Alu. Die Nationale ist aus Neusilber vom Hersteller E. W. Assmann & Söhne Lüdenscheid. Die Nationale (im Volksmund auch Pflaume genannt) wird in eine in den Helm eingearbeitete Aufnahme gesteckt. Der Sturmriemen ist aus Leder mit Schiebern aus Alu, ebenso die Sturmriemenaufhängung und der Knopf M91 an dem die Sturmriemenaufhängung befestigt wird.