Listinus Toplisten

Mannschaftshelm der Garde-Kürassiere M/1889/97 in der Ausführung um 1913 des Herstellers C.E. Juncker

von Gunnar Herbst

Bei diesem Helm handelt es sich um ein Stück, welcher von der Kammer verausgab worden ist. Dementsprechend befinden sich Kammerstempel auf dem Stück.

Das Garde-Kürassier Regiment wurde 1815 mit Sitz in Berlin errichtet. Dieses Regiment gehörte zu den sehr vornehmen und edelen preußischen Regimentern.

Beschreibung:

Der Helmkorpus besteht aus Tombak. Die Beschlagteile, wie Helmemblem und auch die Randeinfassung waren aus Neusilber.

Die Schuppenkette war seit 1894 am Knopf 91 befestigt und in gewölbter Ausführung gehalten. Die Schuppenkette bestand ebenfalls aus Tombak.

Das Neusilberemblem (Gardestern) wies im Zentrum einen schwarz lackierten Adler auf. Dieser Adler kann im Detail variieren. Das Emblem war mittels zwei Lederkeilen am Helmkoprus befestigt. Es kommen auch geschraubte Ausführungen vor.

Zur Parade wurde ein Aufsatzadler auf elibsenförmiger Basis aufgeschraubt. Es kommen unterschiedliche Aufschraubarten vor.

Meistens wies der Adler an seiner Unterseite der Basis eine große zentrierte Schraube mit einer Flügelmutter auf. So konnte der Paradeadler am Helmkorpus befestigt werden.

Der Paradeadler bestand aus Neusilber oder Zink versilbert und war hohl gefertigt.

Zum Tagesdienst wurde eine aufschraubbare Dienstspitze auf elibsenförmiger Basis getragen.

Die Dienstspitze der Garde-Kürassiere war ab 1890 um 2cm kürzer als die Spitze der Garde du Coprs. Sie bestand aus Tombak.

Im Gegensatz zu den Offiziershelmen, sie hatten ein Seidenrips als Innenfutter ( in seltenen Ausnahmefällen auch ein sehr feines gelaschtes Lederinnenfutter), wiesen die Mannschaftsstücke ein grobes gelaschtes Lederinnenfutter auf. Hier kommen im Detail viele unterschiedliche Variationen vor.

Manchmal befindet sich auch ein Kammerstempel im Innenfutter.

Selbstverständlich werden auch diese Helme und alle Einzelteile davon kopiert.