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Heeresatmer (Gasschutzgerät) - Umluftunabhängiges Atemgerät -


Man kennt das Gerät auch als Kreislaufgerät, weil es vom Prinzip her einen Kreislauf ergibt, man atmet Luft durch die Gasmaske von der Sauerstoffpatrone ein und atmet es durch einen Auslassschlauch durch eine Alkalipatrone aus.

 Der Heeresatmer ist der Vorläufer der heutigen Regenerationsgeräte, ein von der Umluft unabhängiges Atemgerät. Im Gegensatz benötigt zum Beispiel ein Filter immer Aussenluft die mit Sauerstoff angereichert sein muss und hierdurch nur gefiltert wird.


Bezeichnung: Heeresatmer
Erstbaujahr: 1936
Entwickelt aus der Erfahrung des 1.Weltkriegs heraus.

Bauteile des Heeresatmers:
Metallgehäuse
Sauerstoffverteilungsstück
Ventilkasten
Atembeutel mit Überdruckventil
Druckmesser
Atemschläuche
Sauerstoffflasche
Alkalipatrone

Prinzip:

Durch das im Sauerstoffverteilungsstück vorhandene Druckminderventil wird der in der Sauerstoffflasche herrschende Hochdruck m (150 at Anfangsdruck) auf den Betriebsdruck von 3 at herabgesetzt.

Unter diesem Druck gelangt der Sauerstoff zur Dosierdüse, die 1,5 Liter in der Minute ausströmen lässt. er strömt dann durch die Sauerstoffhauptleitung unter Umgehung des Atembeutels unmittelbar in den Einatemweg (Ventilkasten und Einatmemschlauch) und zur Maske.

Beim Einatemvorgang öffnet sich das Einatemventil, so das die im Atembeutel befindliche Geräteluft durch das Anschlussstück dem Ventilkasten zwecks Aufrichtung durch den Niederdruckstrom des Sauerstoffes zugeführt und dann eingeatmet wird.

Die ausgeatmete Luft wird durch Ausatmeschlauch und Ausatmeventil zur Alkalipatrone geleitet, dort von Kohlensäure befreit und in den Atembeutel zurück geführt.

Von dort wird die Atemluft wieder der Einatemkammer des Ventilkastens zugeleitet und von neuem mit reinem Sauerstoff (1,5 Liter minütlich) aus der Dosierung aufgefrischt. Der Kreislauf wiederholt sich, solange noch Sauerstoff in der Flasche vorhanden ist.

Kann die 1,5 Liter eingestellte Dosierung den Sauerstoffbedarf des Geräteträgers nicht decken, dann wird durch den zusammenfallenden Atembeutel mittels des an seiner Aussenwand befestigten Steuerhebels das Ventil des Lungenautomaten geöffnet, so das zusätzlich Sauerstoff zugeführt werden kann.

Der Heeresatmer ist ein umluftunabhängiges Atemgerät, bedeutet er kann - egal welches Gemisch im Raum herrscht - eingesetzt werden, allerdings hat er eine zeitliche Begrenzung das 1. vom Volumen der Sauerstoffflasche und 2. der Tätigkeit und Intensität des Trägers abhängig ist.

Hierfür gibt es heutzutage eine Regel, es muss mindestens ein Drittel Sauerstoff noch vorhanden sein um den Rückweg gefahrlos also mit Atemluft beschreiten zu können.