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Flakkampfabzeichen der Luftwaffe, Hersteller Juncker, Buntmetall im Etui

von Uwe Bargmann

Wollte Hermann Göring ursprünglich noch Meier heißen, wenn auch nur ein Feindflugzeug gegen seine Luftwaffe über Deutschland einfliegen könne, wurde die Flakartillerie nicht nur der Luftwaffe im Verlaufe des Krieges von wesentlicher Bedeutung in der Abwehr feindlicher Fliegerangriffe und später auch im Kampf gegen Panzer. Am 10.Januar 1941 wurde daher das Flakkampfabzeichen der Luftwaffe gestiftet. Die Verleihungen begannen am 1.März 1941.

Das hier gezeigte ist von der Firma Juncker es ist in dem dazugehörigem Etui und es ist in allen Teilen authentisch.

Es ist Revers von Trägerhand geritzt worden „ Harms Offz“ es wurde ihm 1941 nach eigener Aussage verliehen.

- Größe, 44,51 x 62,40 mm, der Adler ist 40,34 mm breit.
- Das Etui ist 74,16 x 83,06 x 25,49 mm.
- Gewicht, 41,1 g. das Etui 39,9 g..
- Material, Buntmetall / Nickel, die Nadel / Hacken sind aus Buntmetall.
- Der Adler ist separat aufgesetzt.
- Es ist ein Stück ist in dem dazugehörigem Etui

Die Flakartillerie hatte im Laufe des Krieges an Bedeutung gewonnen, nicht nur zur Abwehr von feindlichen Flugzeugen, sie wurde auch im Erdkampf gegen Panzer oder ähnliches eingesetzt. Der Oberbefehlshaber der Luftwaffe Hermann Göring wollte schon im Sommer 1940 ein Abzeichen für die Flakverbände, es wurde aber erst am 10.01.1941 gestiftet. Das Abzeichen besteht aus einem ovalen Eichenlaubkranz, oberhalb ist das Hoheitsabzeichen der Luftwaffe und innen ist die legendäre 8,8 cm Flakkanone abgebildet. Der Entwurf stammt von dem Berliner Graphiker Wilhelm Ernst Peekaus der diesen am 19.07.1940 fertig hatte. Den Musterauftrag erhielt am 31.01.1941 die Firma C.E. Juncker Berlin. Bevor auch andere Firmen mit der Fertigung beauftragt wurden. Anfangs bestand das Flakkampfabzeichen aus Neusilber oder aus Buntmetall, spätere Stücke wurden kriegsbedingt aus Zink gefertigt.

Es gab auch Flakkampfabzeichen in gestickter Form die aber wieder untersagt worden sind nach einen Befehl vom 08.05.1942. Die Herstellung der gestickten Form wurde dadurch eingestellt. Miniaturen wurden für die Zivilkleidung dazugekauft, es gibt Miniaturen in 9mm und 16mm in Buntmetall und in Feinzink. Sie wurden auf dem Rockaufschlag der Zivilkleidung getragen. Es gibt Etuis oder auch Tüten.

Über die Verleihung des Abzeichens wurden Besitzzeugnisse ausgestellt. Diese existieren in verschiedenen Varianten. Bekannt sind Urkunden im Format DIN A 5 . Die Verleihung des Abzeichens wurde außerdem in das Soldbuch / Wehrpass eingetragen.
- Das Flakkampfabzeichen kann an Offiziere, Unteroffiziere und Mannschaften für hervorragende Kampfleistungen verliehen werden
- Das Flakkampfabzeichen kann an Einzelpersonen sowie auch an Feuereinheiten erfolgen, so z.B. bei der Bekämpfung von Flugzeugen, oder auch bei Teilnahme an 3 verschiedenen Kampfhandlungen gegen, Panzer, Bunker, Schiffen oder anderen Erd und Seezielen.

Für leichte und schwere Batterien mit mindestens 5 Abschüssen, oder für Einzelpersonen die eine außergewöhnliche Leistung vollbracht haben. Auch konnten Luftwaffen-Helfer, Flakwehrmänner, Flakwaffen und Luftwaffen-Helferinnen beliehen werden.
1 - Wenn man an einem Abschuss von einem Feindlichen Flugzeug beteiligt war = 2 Punkte
2 - Wenn eine schwere Flakbatterie oder ein leichter Zug allein ohne Mitwirkung von einer anderen Batterie ein feindliches Flugzeug abgeschossen hat = 4 Punkte
3 - Oder wenn z.B. ein Flakscheinwerfer eine akustische Ortung von einem feindlichen Flugzeug aufgenommen hat und dieses an andere Flakscheinwerfer weitergegeben hat = 1 Punkt
- Das Flakkampfabzeichen ist auf der linken Brusttasche zu tragen.
Im Jahre 1944 gab es ca. 2650 schwere und 1600 leichte und mittlere Flakbatterien, die durchschnittliche Lebensdauer von einem Feindlichen Flugzeug über Deutschland betrug ca. 230 Tage oder 20 Kampfflüge.